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Zum Ende der Seite springen Mama Rapiata 5 Bewertungen - Durchschnitt: 10,005 Bewertungen - Durchschnitt: 10,005 Bewertungen - Durchschnitt: 10,005 Bewertungen - Durchschnitt: 10,005 Bewertungen - Durchschnitt: 10,00
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Beitrag geschrieben am 16.02.2006 um 00:59 Uhr « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

Abuelita
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Mama Rapiata Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In unserem Leben gab es nicht nur helle, sondern durchaus auch dunkle Tage, Wochen, Monate – so z.B. 1980, als mein Prinz für ca. 9 Monate im Krankenhaus sein musste. Jochen war da gerade mal 12 Jahre alt und hatte – natürlich – auch ein Fahrrad. Dieses Rad brauchte er unbedingt, um den Weg zur Schule zurückzulegen.

Als ich eines schönen Tages von der Arbeit und meinem allabendlichen Krankenhausbesuch heim kam eröffnete mir Jochen, dass sein Reifen die Luft verliert. Tja – jetzt war guter Rat teuer. Noch nie in meinem Leben musste ich einen Fahrradreifen flicken, vom Austausch eines ganzen Schlauches ganz zu schweigen… Aber selbst ist die Frau und immerhin wusste ich vom Hörensagen wie man so was bewerkstelligt.

Also zunächst musste das Rad in die Wohnung gebracht werden – die Nachbarn brauchten meine Aktion ja nicht unbedingt zu beobachten und am Ende noch ihren unqualifizierten Senf abgeben. Alles nur Schwätzer. Nein, das konnte ich in dieser Situation nicht auch noch brauchen. Aus diesem Grund also Fahrrad in den Aufzug und nach oben gebracht.

Nun setzte mein "Denkapparat" ein – um es vorweg zu nehmen, "denken" - das hätte ich im Nachhinein betrachtet auch besser sein lassen.

Von Bernd wusste ich, dass er um einen Schlauch zu flicken immer eine Schüssel mit Wasser hinstellte. Komisch, Wasser zum Schlauch reparieren – na ja… was soll's, wenn Bernd das so bewerkstelligte brauchte ich auch eine Schüssel mit Wasser.

Dann schälte ich fachmännisch den Mantel von der Felge (?), zerrte den widerspenstigen Schlauch heraus. Gut – so das wäre geschafft, aber… ja wie finde ich nun das Loch? Trotz - oder gerade wegen - meiner maulwurfartigen Adleraugen war nichts zu sehen. Ein Licht ging mir auf, klar doch, in den Schlauch musste ich ein wenig Luft pumpen und dann langsam Stück für Stück durch das Wasser ziehen, da wo's plubbert – da ist das Loch. Gut, so weit war ich also, es hat geplubbert und ich wusste wo die defekte Stelle ist – und jetzt?

Ich legte eine schöpferische Pause ein – das hätte ich auch besser sein lassen, denn mit der Ruhe kam die Hektik… Wie soooo spät schon? Jochen muss noch was essen, ich muss die Hausaufgaben kontrollieren bzw. evtl. auch noch mit ihm lernen – das Fahrrad muss repariert werden. Das ist das Wichtigste überhaupt, denn das Kind musste ja irgendwie in die Schule kommen…

Und dieser Bernd lässt mich hier einfach alleine wursteln. Was war ich in diesem Augenblick so ungerecht und was haderte ich mit dem Schicksal… Ganz gewiss war in diesem Moment auf der ganzen Welt kein Mensch in einer derart bedauernswerten Lage wie ich.

Doch alles Jammern brachte nichts, ich musste erneut ans Werk – also Loch gesichtet, die Stelle aufrauhen, Kleber auf Flickzeug und das Pflaster auf die defekte Stelle auf Schlauch kleben. Im Grunde doch ganz einfach. Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten, denn das Löchelchen war direkt neben dem Ventil – da kannst'e machen was du willst, da klebt nichts.

Mir lief der Schweiß den Rücken runter, und die Zeit lief und lief und lief… ich war verzweifelt, ich war zornig, überhaupt ich war fertig mit der Welt, schnappte mir in meiner unbändigen Verzweiflung die Schere und schnepper – habe ich diesen verdammten Schlauch durchgeschnitten und stand im Nebel; für den Moment dachte ich, dass ich jetzt und auch noch ganz ohne Vorwarnung, urplötzlich sozusagen, mit dem "Grauen Star" geschlagen bin.

Aber nicht doch, Anne, nur die Ruhe - denn aus diesem leicht aufgepumpten Schlauch entwich lediglich ein wenig (!!!) Staub – Freunde der Sonne, ihr stellt euch diese Schweinerei nicht vor. Noch weniger könnt ihr euch wohl ausmalen, wie begeistert ich war, dass ich außer die Brille jetzt auch noch die Wohnung entstauben durfte.

Ein Gutes hatte diese Aktion ja dann doch, ich hatte jetzt zwar noch mehr Arbeit, aber mir war besser, mein Zorn war verflogen, die notwendige Ruhe setzte ein.

Trotzdem – das Fahrrad war immer noch nicht fahrtauglich. Also entschloss ich mich (weshalb nicht gleich…?) zum Fahrradhändler zu fahren und einen neuen Schlauch zu kaufen. Ein Nachbar bekam Wind von meiner Aktion, erbarmte sich dann auch noch und reparierte das Rad – dem Himmel sei Dank (ja Anne, nur nicht um Hilfe bitten...)

Um Fragen vorzubeugen – nein, ich kann noch immer weder einen Fahrradschlauch flicken noch austauschen. Ich tröste mich jedoch damit, dass kein Mensch alles können kann.

Ich kam mir jedoch vor wie das HB-Männchen…

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Abuelita: 16.02.2006 01:03.

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